Biografie
Biografie
Die aktuelle Biografie von Eric Clapton kannst du hier auf der deutschsprachigen Webseite lesen.
Seit mittlerweile über vierzig Jahren zählt ERIC CLAPTON zu den größten Gitarristen der Erde, und daran hat sich bis heute nichts geändert. Seine Aktivitäten in den Sechzigern und frühen Siebzigern lesen sich wie ein Rocklexikon: Yardbirds, John Mayall’s Bluebreakers, Cream, Blind Faith, Derek And The Dominoes, doch als er 1970 seine Solokarriere begann, standen ihm seine größten Erfolge erst noch bevor. 461 Ocean Boulevard (1974), Slowhand (1977), Crossroads (1988), Journeyman (1989), Unplugged (1992) und Pilgrim (1998) gehören zu Meisterwerken der Rockmusik, die dem Mann mit dem unfassbar souveränen Gitarrenspiel für alle Zeiten unsterblich gemacht haben.
Aber der Weg des ERIC CLAPTON führte ihn immer wieder zum Blues. Aufgewachsen unter dem musikalischen Einfluss von John Lee Hooker, Sonny Terry, Bo Diddley und Muddy Waters, bestimmte dieser sein Spiel, sein Empfinden und seine Sicht der Dinge. Gerade in den letzten Jahren wandte sich CLAPTON verstärkt seinen Wurzeln zu. Widmete er sich 1994 schon mit From The Cradle 16 Blues-Klassikern, brillierte er in den vergangenen Jahren mit liebevollen Hommagen an seine geistigen Mentoren und mit aufsehenerregenden Kooperationen, von denen alle in die deutschen Album-Top-10 gingen, die meisten sogar in die Top-5. So stand er 2000 für das Album Riding With The King (D: #2) mit seinem großen Vorbild B.B. King im Studio, 2004 legte er mit Me And Mr. Johnson (D: #8) eine pulsierende Hommage an den Delta-Blues-Gott Robert Johnson vor, der noch eine rau-authentische Extra-Edition mit dem Titel Sessions for Robert J. folgte. Und ein weiteres Mal verbeugte ERIC CLAPTON vor einem Mann, dem er viel verdankt. Zusammen mit J.J. Cale, dem Autor zweier substantieller CLAPTON-Hits, „Cocaine“ und „After Midnight“, nahm er im Jahre 2006 The Road To Escondido (D: #2) auf.
Spektakulär gab sich auch die kurzzeitige Cream-Re-Union in der Londoner Royal Albert Hall (2,3.,4. und 6. Mai 2005), im Laufe derer CLAPTON erneut bewies, das er immer noch, fast 40 Jahre nach dem Supergroup-Status, zu den Größten gehört. Doch auch mit Solomaterial war Mr. Slowhand im neuen Jahrtausend nicht sparsam: 2001 kam Reptile und ging auf Platz 2, 2002 erschien das Live-Album One More Car, One More Rider (#21) und 2005 kam Back Home, ein Album voller Originalmaterial, das sich ebenfalls auf Platz 2 spielte.
‚Clapton Is God‘ sprühten in den frühen siebziger Jahren unbekannte Fans auf die Wände in London, und offenbar hat das Urgestein des gefühlvollen Gitarrespiels noch immer nichts von seiner Magie verloren.
ERIC CLAPTON wurde am 30. März 1945 in Ripley/Surrey geboren und wuchs in jungen Jahren in den britischen Blues-Boom hinein. Mit den Yardbirds und als junger Ausnahmegitarrist bei John Mayall’s Bluesbreakers hatte er sich bereits überragenden internationalen Ruhm als Gitarrist erspielt, als er 1966 mit Ginger Baker und Jack Bruce die erste „Supergroup“ der Rockgeschichte gründete: Cream. Sie spielten nur drei Alben ein, die vollkommen neue Maßstäbe für das Rockgenre setzten: CLAPTONS Understatement-Technik und sein gefühlvolles Spiel voller Verständnis für den Blues wurde zu einem Vor­bild für Gitarristen in aller Welt. Schon 1968 war das Ende für Cream gekommen, und mit Baker, Stevie Winwood und Rick Grech führte CLAPTON im Rahmen von Blind Faith höchst komplexen Blues-Rock zur technischen Vollendung. Sein erstes Soloalbum Eric Clapton (1970) enthielt dann bereits einen Vorge­schmack auf den relaxten, laid-back Rock-Sound, der ihn in den kommenden Jahren zum internationalen Superstar werden lassen sollte. Zwischendurch je­doch gönnte sich CLAPTON gemeinsam mit seinem US-Kollegen Duane Allman (Allman Brothers Band) als Derek & The Dominos ein weite­res Band-Experiment: Ihr Album Layla & Other Assorted Love Songs (1970) enthielt u.a. die klassische Single „Layla“.
Mit 461 Ocean Boulevard brachte CLAPTON seinen Solozug dann endgültig in Fahrt. „I Shot The Sheriff“ und „Let It Grow“, „Lay Down Sally“, und „Wonderful Tonight“ brachten CLAPTON künstlerisch und kommerziell alle Erfolge, von denen ein Musiker nur träumen konnte – leider führten ihn der Ruhm und der Geist der Siebziger auch in die Abgründe von Drogensucht und Tour-Paranoia. Aber er schaffte, was viele nicht schafften: CLAPTON überwand den Fluch des Rock’n’Roll-Lifestyle: Seine Alben in den achtziger Jahren zeigen einen gereiften Künstler und begnadeten Songwriter, der aus seiner Lebensgeschichte gelernt hat. Auf den Alben Money And Cigarettes (1983), Crossroads (1988) sowie Journeyman (1989) verwandelte er die Sprache des Blues in eine Kunstform, ohne dabei die Bodenhaftung zu verlieren. Es wurde ihm mit Doppelplatin für Crossroads und Journeyman sowie einem Grammy für die Single Bad Love gedankt.
Der tragische tödliche Unfall seines Sohnes Conor führte 1992 ironischerweise zu einem der besten und erfolgreichsten CLAPTON-Songs ever: „Tears in Heaven“ aus dem Soundtrack zum Film „Rush“. Ebenfalls 1992 setzte CLAPTON einen neuen Meilenstein: Sein Album Unplugged leitete die große Ära der „Unplugged“-Alben ein, die weite Teile der neunziger Jahre dominieren sollten. Unplugged ging 15 Millionen Mal über die Ladentische und erreichte in Deutschland Doppelplatin. Neben stehenden Ovationen von Presse und Publikum gewann CLAPTON 1993 eine ganze Handvoll Grammies in den Kategorien Best Rock Vocalist, Best Pop Vocalist, Unplugged: Album of the Year, „Tears In Heaven“: Single Of The Year, „Layla“: Best Rocksong. 1997 folgten dann weitere drei Grammies für den Song „Change The World“ aus dem Film „Phenomenon“.
Insgesamt kann ERIC CLAPTON sich sensationelle 18 Grammies auf den Kamin stellen, und als einziger Musiker kann er die Ehre verbuchen, gleich drei Mal in die Rock’n’Roll Hall of Fame aufgenommen worden zu sein: Als Mitglied der Yardbirds (1992), als Mitglied von Cream (1993) und für sein Solowerk (2000).